
Klinische Hypnose im Sport-Coaching
Die mentale Vefassung des Sportlers gewinnt immer mehr an Bedeutung. Aus sportpsychologischer Sicht wird ein Wettkampf 80 % - 99 % mental entschieden. Trotz eines hohen Trainingsniveaus, eines guten Equipment und optimaler Rahmenbedingungen, gelingt es dem Sportler nicht, seine gewünschte und geforderte Leistung zu erbringen und eine Erhöhung der Trainingsfrequenz macht manchmal das Ergebnis noch schlechter. Der Sportler steht unter Stress und eine psychische Blockade kann die Ursache für das Leistungsversagen sein. Stress entwickelt eine psychische Belastung. Der Mensch unterscheidet dabei nicht zwischen positivem oder negativem Stress. Die Reaktionen im Alltag sind die Gleichen.
Aus der emotionalen Belastung (dem Stress) folgen unwillkürlich körperliche Reaktionen mit Einfluss auf z.B.
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Atmung |
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Körperhaltung |
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Herzfrequenz |
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Muskelspannung |
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Hormonelle Ausschüttung und vieles mehr... |
Diese Stressbelastung mit der darauf folgenden körperlichen Auswirkung wird sehr häufig durch Schmerzen oder einer erhöhten Verletzungsanfälligkeit reflektiert. Schmerz und Verletzungen setzen den Sportler jedoch wieder unter Stress (erhöhte Angst vor weiteren Verletzungen und Schmerzen hindern das Spiel. Verletzungen können sich verschlimmern, daraus entstehen Trainingsrückstände usw.) Der Sportler ist nun in einem Teufelskreis. Sportliche Leistungen sind also abhängig von Emotionen und Emotionen lösen eine körperliche Reaktion aus.
Das Hervorrufen positiver Emotionen, z.B. das Aktivieren vorhandener Energiepotentiale oder das Kontrollieren und Umwandeln negativer Emotionen ist der zentrale Punkt der klinischen Hypnose im Sport-Coaching. Mit seinem persönlichen Emotionsmanagement lernt der Sportler die Intensität seiner Emotionen zu kontrollieren und das für ihn negative Verhaltensmuster zu verändern. Das gelingt durch die Arbeit mit dem Unterbewusstsein; dort wo alles Erlebte und Emotionale gespeichert ist und eben der Grund der psychischen Blockaden transparent wird.
Für viele Menschen ist Hypnose immer noch mit gruseligen und mythenhaften Klischees behaftet. Man glaubt, dem Therapeuten ausgeliefert zu sein, würde plötzlich blödsinnige Dinge tun, die man veilleicht schon einmal in einer billigen Fernsehshow gesehen hat oder würde Dinge preisgeben, die man gerne für sich behalten würde. Viele glauben, man bekäme von der Therapie nichts mit und irgendwelche Sachen eingeredet.
Dies ist einfach nur falsch!
Die klinische Hypnosetherapie ist eine wissenschaftlich anerkannte Psychotherapieform. Das Wort Hypnose kommt aus dem Grichischen und bedeutet Schlaf. Eigentlich ein Definitionsfehler, da Hypnose gar kein Schlafzustand ist, was auch mit Hilfe der Hirnstrommessung (EEG) festgestellt werden kann. Hypnose ist zunächst einmal ein ganz entspannter Zustand, ähnlich der Schlaf-Wach-Phase. Hypnose ist ein ganz natürlicher Zustand und kein künstlich herbeigeführter. Durch die Hypnose erreicht der Klient einen Trancezustand. Dieser Zustand ermöglicht den Zugang zum Unterbewusstsein, dort wo alles Erlebte und Emotionale gespeichert ist und die psychischen Blockaden gefunden werden können. Durch die sogenannte Trancelogik des Klienten gelingt es ihm, im Unterbewusstsein seine Lösungsmöglichkeiten zu aktivieren. In der Trance werden die Blockaden klar definiert, die Ursachen erkannt und die Lösungen erarbeitet.
Z.B. das Phänomen des Trainings-Camps. Im Training gelingt alles, doch im Wettkampf versagt der Sportler aus unerklärlichen Gründen. Hier wird ganz individuell mit der belastenden Emotion des Sportlers gearbeitet und in Trance nach Lösungsmöglichkeiten gesucht, um die Blockade zu lösen bzw. umzuwandeln.
Bei der klinischen Hypnose wird individuell und ressourcenorientiert gearbeitet, d.h. die psychischen Blockaden des Sportlers werden herausgearbeitet und aus seinen eigenen Ressourcen (Lösungsmöglichkeiten) umgewandelt. Auch beim Erlernen neuer Techniken und Bewegungsmuster ist die klinische Hypnose sehr erfolgreich. Durch das effektive Zusammenspiel beider Gehirnhälften in der Trance, können gedankliche Prozesse besser auf der psychischen Ebene umgesetzt werden. D.h. das Erlernen z.B. einer Bewegung in Trance wird dann auch in den entsprechenden Hirnarealen, die für die Motorik zuständig sind, gespeichert und er Sportler kann das Erlernte schneller aktiv umsetzen.
Zusammenfassend sind die wichtigsten Einsatzmöglichkeiten der klinischen Hypnose im Sport-Coachin:
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Körperliche und psychische Spannungen abbauen |
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Körpereigene Energien mobilisieren |
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Situationen nachvollziehen bzw. vorwegnehmen |
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Persönliche Ressourcen aktivieren |
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Stressabbau |
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Unterstützung von Rehabilitationen |
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Schnellere Heilung von Verletzungen |
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Steigerung der Leistungsfähigkeit |
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Bei Konzentrationsschwäche, Nervosität, Schlafstörungen |
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Schnellere Umsetzung neuer Trainings- und Spieltechniken |
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Umgang mit Emotionen und Niederlagen |
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Teamleading |
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Vorbereitung auf neue Situationen (z.B. Turniere, Gegner usw.) |
Die Therapie ist so individuell wie der Sportler selbst, daher kann man auch nicht mit Pauschalrezepten aufwarten wie z.B. "Du musst das so oder so tun"!
Der Wille des Sportlers entscheidet.
Jörg M. Harms
http://www.harms-vital.de
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